Wednesday, April 16, 2008

m83 - samstag ist selbstmord

M83 bringen dieser tage ihr inzwischen viertes album "saturdays=youth" raus. stets sehr elektronisch wird das neue nicht grundlegend anders, doch soll weniger noise und mehr verträumt sein.
verwirrend ist erstmal, dass anthony gonzales, seinerseits chef des ganzen, den titel des albums damit erklärt, dass generell die jugend, das teenagersein die schlimmste zeit des lebens sein soll...nur für ihn nicht. weil er dort anfing sich für musik zu interessieren, drogen zu nehmen, auf parties zu gehen und eben neue dinge entdeckte und ausprobierte und nun sich mit sechsundzwanzig dahin zurückwünscht. erstens ist das thema "adoleszenz" und der drang eines erwachsenen dorthin zurück bzw. die angst diese linie zu überspringen spätestens seit holden caulfield allgemein bekannt, zweitens finde ich diese pauschalisierung, dass die jugend generell dadurch geprägt wurde, dass sie die schlimmste zeit war, welche man am ehesten vergisst, doch zu unglaubwürdig, denn aus meiner persönlichen erfahrung und wenn ich mein umfeld anschaue, sind sich doch wohl die meisten einig, dass es eher das gegenteil ist. das er sich nun zu uns die reihe fügt, von denen, die zurück ins roggenfeld an den klippen wollen, ist zwar schön, aber nicht unglaublich spannend noch innovativ. wir werden sehen wie jung "saturdays=youth" klingen wird. rein vom ganzen thematischen scheiß passt da auch noch "samstag ist selbstmord" von tocotronic rein, natürlich.

audio: m83 - couleurs








audio: m83 - graveyard girl






1 comment:

jo. said...

ich will weder zurück ins roggenfeld an den klippen, noch fand ich das damals scheiße. ich weiß nicht, eigentlich größtenteils egal. wobei.. interessant wäre, auf welche zeit sich das bezieht, also in welchem alter man selbst da gewesen ist. ein überlegenswerter aspekt.. ich komm darauf zurück.